Author Archives: Marlene

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Robert Fabbri – Vespasian. Das Tor zur Macht (Hörbuch)

Category : Allgemein

Verlag: Audiobuch (2018), Übersetzer: Michael Windgassen, Sprecher: Erich Wittenberg

Der zweite Teil der Vespasian-Reihe von Robert Fabbri schließt gut an den ersten Teil an. Auch, wenn der Einstieg mir ein wenig schwerfiel, war ich schon bald komplett in der Geschichte und der Zeit, in der sie spielt. Den ersten Teil sollte man bereits kennen, ansonsten könnte es, gerade am Anfang, schwierig werden, der Geschichte folgen zu können. Der Sprecher gefiel mir auch hier wieder besonders gut; durch den Wechsel seiner Stimme, wenn er eine bestimmte Person spricht und die Betonung und Akzentuierung während Kampfszenen kann man der Geschichte gut folgen. Es macht einfach Spaß, Erich Wittenberg zuzuhören.

Sämtliche Fäden, die im ersten Teil gesponnen wurden, wurden hier wieder aufgenommen. Mit Brutalität und Gewalt wurde auch hier nicht gespart, ausgiebig beschriebene Kampfszenen und überaus abstoßende (aber gerade dadurch authentische) Beschreibungen der Umtriebigkeiten der Protagonisten machten das Hörbuch zu einem spannenden und mitreißenden Erlebnis. Natürlich muss man sich bei einem historischen Roman mit dem Wort „authentisch“ ein wenig zurückhalten, dennoch hatte ich das Gefühl, dass der Autor gut recherchiert hat und ein umfassendes Bild davon abgibt, wie Rom zu dieser Zeit gewesen sein könnte. Auch die Figuren sind wieder sehr gut und detailreich gezeichnet, sodass die Geschichte sehr lebendig wirkt. Die beschriebenen Handlungen und Begebenheiten sind, soweit ich das beurteilen kann, recht nah an den antiken Quellen. Fabbri zeigt hier ein interessantes, aber auch sehr düsteres Bild dieser Zeit.

Nach beenden dieses Hörerlebnisses bin ich auf jeden Fall gespannt auf Band 3.

Fazit: Für Personen, die Interesse an Geschichte haben, definitiv lohnenswert. Wirklich guter Sprecher und spannend erzählte Geschichte.

 


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Richard Laymon: Der Keller

Category : Allgemein

Verlag: Heyne, 2008, Übersetzer: Kristof Kurz

„Der Keller“ von Richard Laymon besteht eigentlich aus drei Romanen („Der Keller“, „Das Horrorhaus“ und „Mitternachtstour“), deren Inhalte sich um das sogenannte „Horrorhaus“ drehen. Vor Jahren sind dort schreckliche Morde passiert, doch nun ist das Haus zu einer Touristenattraktion geworden. Doch es kommt, wie es kommen muss: es geschehen weitere Morde. Und der Täter ist offensichtlich kein Mensch, sondern eine Kreatur, die im Keller haust…

Der erste Teil des Buches war meiner Meinung nach der beste. Die Geschichte des Horrorhauses war hier noch neu und unverbraucht. Es ging hier nicht nur um das Haus an sich, sondern auch um die Geschichte der Hauptpersonen. Eine Mutter und ihre Tochter auf der Flucht vor dem Exmann, stranden in der Stadt, in der das Horrorhaus steht. Die Geschichte ist spannend und mitreißend, spart aber auch nicht an expliziten Darstellungen von Sex und Gewalt.

Ich hatte schon vor dem Lesen gehört, dass Laymon nichts für schwache Nerven ist und vom Brutalitätsgrad deutlich über den meisten seiner Kollegen steht. Die ersten Seiten war ich noch nicht überzeugt davon, allerdings änderte sich dies recht schnell. Tatsächlich würde ich behaupten, dass ein paar dieser Szenen hart an der Grenze waren, zum Beispiel wenn Kinder involviert waren. Dennoch gehörten diese Szenen auch zu dem, was dieses Buch bzw. diese drei Bücher ausmacht. Hohe Literatur ist das zwar nicht, ich hatte aber auch nicht das Gefühl, dass das Laymons Ziel war. Gerade das erste Buch überzeugt mit interessanten Charakteren und einer spannenden, wenn auch schockierenden Handlung. Auch das Ende war meiner Meinung nach absolut lesenswert.

Der zweite Teil war ebenfalls gut. Auch hier wurde nicht mit schockierenden Szenen und Handlungsverläufen gespart. Der Plot knüpft direkt an den ersten Teil an, die Handlungsstränge aus Teil 1 wurden weitergeführt, aber es wurden auch neue Charaktere in einer andern Zeitebene eingeführt. Diese wirkten leider sehr austauschbar und wenig ausgearbeitet, daher fiel es mir hier deutlich schwerer, von der Geschichte gepackt zu werden.

Der schwächste Teil ist für mich auf jeden Fall der dritte. Die anderen Teile waren spannend und auf eine positive Weise grauenhaft, während der letzte Teil mich eher gelangweilt hat. Ich hatte hier das Gefühl, dass die Charaktere absolut keine Farbe mehr hatten, alle wirkten austauschbar und unsympathisch. Außerdem kam mir die Handlung doch sehr aufgewärmt vor und ich habe mich mehrfach dabei erwischt, wie ich ganze Seiten nur überflogen habe. Die anderen Bücher hatten zwar auch ihre Längen, aber im letzten Teil kam mir das extrem vor. Auch sämtliche Schockmomente überzeugten nicht mehr, weil ich das Gefühl hatte, das alles bereits gelesen zu haben.

Der Schreibstil riß mich nicht vom Hocker, passte aber durchaus zum Stil der Bücher.

Fazit: Die ersten beiden Bände sind schockierende Werke der Horrorliteratur für alle, die ihre böse Seite befriedigen wollen und absolut empfehlenswert (vorausgesetzt man hat starke Nerven und keine hohe Ekelschwelle), der dritte Band ist meiner Meinung nach lediglich ein Aufguss der Vorgänger.


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Jan Lucas: Cyrus Doyle und die Kunst des Todes

Category : Allgemein

Verlag: Aufbau, 2018

 

Dies ist der dritte Band um den Inspector Cyrus Doyle. Die ersten beiden Bände habe ich nicht gelesen, weswegen mir der Einstieg erst ein wenig schwerfiel, aber nach den ersten Kapiteln hatte ich mich dann doch noch gut in die Geschichte eingelesen. Es geht um eine tote Frau, die am Strand gefunden wird. Auf der Haut der Ermordeten ist mit Farbe eine obszöne Beleidigung geschmiert. Inspector Doyle ermittelt: was hat der Strandwächter wirklich gesehen, was hat es mit dem schwarzen Monster auf sich, das angeblich am Strand gesichtet wurde? Und was haben die Zeugen und Angehörigen der Toten zu verbergen?

Ob ich das Ermittlerteam nun sympathisch finde oder nicht, darüber war ich mir nie so ganz einig. Jetzt, da die Lektüre beendet ist, würde ich zumindest sagen, dass ich das Team auch in einem anderen Fall begleiten würde.

Die Geschichte nimmt auch sehr schnell Fahrt auf, es gibt eine Leiche und unzählige Verdächtige. Obwohl es vergleichsweise viele Personen gibt, verliert der Autor sich nicht im Namenwirrwarr, sondern schafft es, alle Personen so gut auszuarbeiten, dass der Leser ohne Probleme den Überblick behält. Es gibt einige Hinweise, die aber tatsächlich so uneindeutig sind, dass nicht sofort offensichtlich ist, wer die Tat begangen hat und es bis zum Ende spannend bleibt. Auch die Ermittler wirken authentisch, ihre Erkenntnisse nachvollziehbar und auch die zwischendurch eingestreuten Geschichten aus den Privatleben der Handelnden sind erfrischend und lenken nicht von der Haupthandlung ab. Dass ich die Vorgänger nicht kannte, hat mich nicht gestört, da ich trotzdem gut mitkam. Lucas verzichtet außerdem auf seltsame Zufälle, sondern überlässt die Aufklärung ganz seinen Figuren, ohne Fortuna miteinzubeziehen. Es gibt auch keine abstrusen Wendungen oder Verstrickungen, sondern alles bleibt in einem realistischen und nachvollziehbaren Rahmen, sodass man am Ende das Gefühl hat, einen soliden Krimi gelesen zu haben.

Das Buch hat kaum Längen, die Beschreibungen der Orte kreieren eine gute Atmosphäre und wirken meiner Meinung nach nie wie Füllmaterial. Stattdessen wird ein anschauliches Bild eines Ortes vermittelt, das durch eine kleine Karte am Anfang des Buches unterstützt wird.

Fazit: Ein solider, atmosphärischer Krimi, der ohne künstlich erzeugte Spannung auskommt und durchweg spannend bleibt.


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Paula McLain: Hemingway und ich

Category : Allgemein

Verlag: Aufbauverlag, Übersetzer: Yasemin Dinçer, 2018

Das Buch thematisiert die Beziehung und Ehe zwischen der Journalistin und Schriftstellerin Martha Gellhorn und Ernest Hemingway. Martha versucht, sich selbst einen Namen zu machen und reist in Kriegsgebiete, um als eine der wenigen Frauen ihrer Zeit über den Krieg zu berichten. Hemingway wird derweilen immer erfolgreicher – schafft es Martha, ihre Ehe zu erhalten und ihre Karriere voranzutreiben, ohne im Schatten Hemingways zu verschwinden?

Bereits am Anfang des Buches erhält der Leser eine Einführung in die Probleme der damaligen Zeit und die Umstände des Krieges. Für mich war das sehr hilfreich, da ich so das Gefühl hatte, nicht einfach ins kalte Wasser geworfen zu werden, sondern gleich ein Gefühl für die Zeit zu bekommen. Auch für die Protagonistin habe ich schnell ein Gespür bekommen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und hat den Figuren Leben eingehaucht. So wirkten Martha und Ernest für mich sehr real und greifbar. Auch die Konflikte mit denen vor allem Martha zu kämpfen hatten, zogen mich in ihren Bann und regten zum Nachdenken an – Martha hatte nämlich nicht nur damit zu kämpfen, in der Literaturwelt neben ihrem berühmten Ehemann zu bestehen, sondern auch mit ihrer Rolle als Frau in der damaligen Zeit. Die Autorin zeigt sehr deutlich, was für eine starke und ungewöhnliche Frau Martha war. Zwar wird auch ihre Ehe mit Hemingway thematisiert, jedoch bleibt Martha im Vordergrund. Sowohl in ihre Karriere als auch in ihre fragwürdige Beziehung zu Ernest Hemingway bekommt der Leser Einblicke. McLain schreibt sehr lebendig, wodurch das Gefühl entsteht, man kennte die Personen tatsächlich.

Als Kriegsreporterin reist Martha immer wieder in gefährliche Gebiete, was von der Autorin mit viel Hintergrundwissen und Emotionalität vermittelt wird. Mehr noch: als Leser habe ich direkt Lust bekommen, mich näher mit dem Thema und auch mit den Personen zu beschäftigen. Es werden auch immer wieder Kapitel eingestreut, aus denen man etwas über die Gedanken von Hemingway erfährt. Diese sind meiner Meinung nach gut gelungen und haben es mir erlaubt, Hemingway auch ein wenig besser zu verstehen.

Alles in allem ein sehr gelungenes und mitreißendes Buch, dass die Entwicklung der Personen und auch der Ehe zwischen Martha und Ernest beschreibt. Lediglich das Ende wirkt auf mich ein wenig überhastet, ich hätte mir im letzten Teil des Buches ein wenig mehr Ausführlichkeit gewünscht.

Fazit: Ein gut geschriebenes Buch über das Leben einer spannenden Persönlichkeit. Eine klare Leseempfehlung, für alle, die Interesse an der damaligen Zeit und an Ernest Hemingway haben.


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Die Literaturnobelpreisherausforderung

Category : Allgemein

Eine der wichtigsten Auszeichnungen für Literatur ist zweifelsohne der Literaturnobelpreis. Daher, so meine Überlegung, sollte man eigentlich von jedem Preisträger etwas gelesen haben. Ich habe mir dies zur Herausforderung gemacht und habe hier eine Liste der Preisträger mit Herkunftsland, die ich abhaken werde. Außerdem werde ich anmerken, welches Buch ich von dem jeweiligen Autor gelesen habe. Die Liste habe ich von Wikipedia.

1901 Sully Prudhomme (1839–1907) Frankreich
1902 Theodor Mommsen (1817–1903) Deutsches Reich
1903 Bjørnstjerne Bjørnson (1832–1910) Norwegen
1904 Frédéric Mistral (1830–1914) Frankreich
1904 José Echegaray (1832–1916) Spanien
1905 Henryk Sienkiewicz (1846–1916) Kongresspolen
1906 Giosuè Carducci (1835–1907) Italien
1907 Rudyard Kipling (1865–1936) Vereinigtes Königreich – Das Dschungelbuch
1908 Rudolf Eucken (1846–1926) Deutsches Reich
1909 Selma Lagerlöf (1858–1940) Schweden – Sagen und Legenden, Nils Holgerssons wunderbare Reise mit den Wildgänsen
1910 Paul Heyse (1830–1914) Deutsches Reich
1911 Maurice Maeterlinck (1862–1949) Belgien
1912 Gerhart Hauptmann (1862–1946) Deutsches Reich
1913 Rabindranath Tagore (1861–1941) Indien
1914 nicht verliehen
1915 Romain Rolland (1866–1944) Frankreich
1916 Karl Gjellerup (1857–1919) Dänemark
1917 Henrik Pontoppidan (1857–1943) Dänemark
1918 nicht verliehen
1919 Carl Spitteler (1845–1924) (verliehen 1920) Schweiz
1920 Knut Hamsun (1859–1952) Norwegen
1921 Anatole France (1844–1924) Frankreich
1922 Jacinto Benavente (1866–1954) Spanien
1923 William Butler Yeats (1865–1939) Irland
1924 Wladyslaw Reymont(1867–1925) Polen
1925 George Bernard Shaw (1856–1950) (verliehen 1926) Vereinigtes Königreich
1926 Grazia Deledda (1871–1936) (verliehen 1927) Italien
1927 Henri Bergson (1859–1941) (verliehen 1928) Frankreich
1928 Sigrid Undset (1882–1949) Norwegen
1929 Thomas Mann (1875–1955) Deutsches Reich – Lotte in Weimar, Mario und der Zauberer
1930 Sinclair Lewis (1885–1951) Vereinigte Staaten
1931 Erik Axel Karlfeldt (1864–1931) Schweden
1932 John Galsworthy (1867–1933) Vereinigtes Königreich
1933 Iwan Bunin (1870–1953) Staatenlos, wohnhaft in Frankreich (geboren in Woronesch, Russisches Reich)
1934 Luigi Pirandello (1867–1936) Italien
1935 nicht verliehen
1936 Eugene O’Neill (1888–1953) Vereinigte Staaten
1937 Roger Martin du Gard (1881–1958) Frankreich
1938 Pearl S. Buck (1892–1973) Vereinigte Staaten
1939 Frans Eemil Sillanpää (1888–1964) Finnland
1944 Johannes Vilhelm Jensen (1873–1950) Dänemark
1945 Gabriela Mistral (1889–1957) Chile
1946 Hermann Hesse (1877–1962) Schweiz (geboren in Calw, Württemberg, Deutsches Reich) – Der Steppenwolf
1947 André Gide (1869–1951) Frankreich – Die Verliese des Vatikans
1948 Thomas Stearns Eliot (1888–1965) Vereinigtes Königreich (geboren in St. Louis, Missouri, Vereinigte Staaten)
1949 William Faulkner (1897–1962) Vereinigte Staaten
1950 Bertrand Russell (1872–1970) Vereinigtes Königreich
1951 Pär Lagerkvist (1891–1974) Schweden
1952 François Mauriac (1885–1970) Frankreich
1953 Winston Churchill (1874–1965) Vereinigtes Königreich
1954 Ernest Hemingway (1899–1961) Vereinigte Staaten – In einem andern Land
1955 Halldór Laxness (1902–1998) Island
1956 Juan Ramón Jiménez (1881–1958) Spanien
1957 Albert Camus (1913–1960) Frankreich (geboren in Mondovi, Algerien)
1958 Boris Pasternak (1890–1960) (nicht angenommen) UdSSR
1959 Salvatore Quasimodo (1901–1968) Italien
1960 Saint-John Perse (1887–1975) Frankreich (geboren auf Guadeloupe)
1961 Ivo Andric (1892–1975) Jugoslawien (geboren in Travnik, Bosnien)
1962 John Steinbeck (1902–1968) Vereinigte Staaten – Of Mice and Men
1963 Giorgos Seferis (1900–1971) Griechenland (geboren in Smyrna, Türkei)
1964 Jean-Paul Sartre (1905–1980) (nicht angenommen) Frankreich
1965 Michail Scholochow (1905–1984) UdSSR
1966 Samuel Agnon (1888–1970) Israel
1966 Nelly Sachs (1891–1970) Schweden (geboren in Berlin, Deutsches Reich)
1967 Miguel Ángel Asturias (1899–1974) Guatemala
1968 Yasunari Kawabata (1899–1972) Japan
1969 Samuel Beckett (1906–1989) Irland – Warten auf Godot
1970 Alexander Solschenizyn (1918–2008) UdSSR
1971 Pablo Neruda (1904–1973) Chile
1972 Heinrich Böll (1917–1985) Deutschland – Ansichten eines Clowns
1973 Patrick White (1912–1990) Australien (geboren in London, Vereinigtes Königreich)
1974 Eyvind Johnson (1900–1976) Schweden
1974 Harry Martinson (1904–1978) Schweden
1975 Eugenio Montale (1896–1981) Italien
1976 Saul Bellow (1915–2005) Vereinigte Staaten (geboren in Montreal, Kanada)
1977 Vicente Aleixandre (1898–1984) Spanien
1978 Isaac Bashevis Singer (1902–1991) Vereinigte Staaten (geboren in Leoncin, Polen)
1979 Odysseas Elytis (1911–1996) Griechenland
1980 Czeslaw Milosz (1911–2004) Polen und Vereinigte Staaten
1981 Elias Canetti (1905–1994) Vereinigtes Königreich (geboren in Russe, Bulgarien)
1982 Gabriel García Márquez (1927-2014) Kolumbien
1983 William Golding (1911–1993) Vereinigtes Königreich – Herr der Fliegen
1984 Jaroslav Seifert (1901–1986) Tschechoslowakei
1985 Claude Simon (1913–2005) Frankreich
1986 Wole Soyinka (* 1934) Nigeria
1987 Joseph Brodsky (1940–1996) Vereinigte Staaten (geboren in Leningrad, damals UdSSR)
1988 Nagib Mahfuz (1911–2006) Ägypten
1989 Camilo José Cela (1916–2002) Spanien
1990 Octavio Paz (1914–1998) Mexiko
1991 Nadine Gordimer (1923-2014) Südafrika
1992 Derek Walcott (* 1930) St. Lucia
1993 Toni Morrison (* 1931) Vereinigte Staaten – Sula
1994 Kenzaburo Oe (* 1935) Japan
1995 Seamus Heaney (1939-2013) Irland
1996 Wislawa Szymborska (1923-2012) Polen
1997 Dario Fo (* 1926) Italien
1998 José Saramago (1922-2010) Portugal – Die Stadt der Blinden, Die Stadt der Sehenden, Kain
1999 Günter Grass (1927-2015) Deutschland (geboren in Danzig)
2000 Gao Xingjian (* 1940) Frankreich (geboren in Ganzhou, China)
2001 V. S. Naipaul (* 1932) Vereinigtes Königreich (geboren auf Trinidad)
2002 Imre Kertész (* 1929) Ungarn
2003 J. M. Coetzee (* 1940) Südafrika – Disgrace
2004 Elfriede Jelinek (* 1946) Österreich – Diverse Texte
2005 Harold Pinter (1930–2008) Vereinigtes Königreich
2006 Orhan Pamuk (* 1952) Türkei
2007 Doris Lessing (1919-2013) Vereinigtes Königreich (geboren in Kermanschah, Iran, damals Persien)
2008 Jean-Marie Gustave Le Clézio (* 1940) Frankreich / Mauritius
2009 Herta Müller (* 1953) Deutschland (geboren in Nitzkydorf, Banat, Rumänien)
2010 Mario Vargas Llosa (* 1936) Peru / Spanien
2011 Tomas Tranströmer (* 1931) Schweden
2012 Mo Yan (* 1955) China – Frösche
2013 Alice Munro (* 1931) Kanada
2014 Patrick Modiano (* 1945) Frankreich
2015 Swetlana Alexijewitsch (* 1948) Weißrussland
2016 Bob Dylan (* 1941) Vereinigte Staaten – Lyrics
2017 Kazuo Ishiguro (* 1954) Großbritannien – Alles, was wir geben mussten

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Rory Gilmore Lesechallenge

Category : Allgemein

Schon seit Jahren bin ich ein großer Fan der Serie “Gilmore Girls”. In der Serie geht es um die alleinerzeihende Mutter Lorelai und ihre Tochter Rory.

Besonders begeistert hat mich damals schon Rory Gilmore und ihr Spaß am Lernen, lesen und am Journalismus. Wahrscheinlich, weil ich mich damit identifizieren konnte und ich toll fand, eine Serienfigur zu sehen, die Bücher genauso liebt wie ich. Im Laufe der Serie wird Literatur immer wieder zum Thema, und so werden auch viele Buchtitel genannt, die Rory Gilmore gelesen hat. Es sind auch einige Filme dabei, bei denen die Buchversion in der Challenge auftaucht. Insgesamt sind es 330 Titel (einige Bücher wurden entfernt, z.B. Reiseführer oder Nachschlagewerke, die nicht übersetzt wurden und vor allem in Deutschland nur schwer zu beschaffen sind). Eine ganz schöne Hausnummer, aber es sind viele Klassiker dabei, die ich sowieso lesen wollte, daher bin ich motiviert, auch wenn ich dafür wohl einige Jahre brauchen werde. Gefunden habe ich diese Challenge, als ich mal schauen wollte, ob irgendwer weiß, welche Bücher in der Serie vorkommen und zwar auf diesem Blog: einestundezeit. Wer die englische Liste sehen möchte, der kann hier klicken.

Die Bücher, die ich bereits gelesen habe, sind fett markiert.

  1. 1984 – George Orwell
  2. 31 Songs – Nick Hornby
  3. A bolt from the blue and other esssays – Mary McCarthy (nicht übersetzt)
  4. A monitary history of the United States – Milton Friedman (nicht übersetzt)
  5. A month of Sundays: Searching fort he Spirit and my sister – Julie Mars (nicht übersetzt)
  6. A quiet storm – Rachel Howzell Hall (nicht übersetzt)
  7. Abbitte – Ian McEwan
  8. Alice im Wunderland – Lewis Carroll
  9. Alles ist erleuchtet – Jonathan Safran Foer
  10. Als ich im Sterben lag – William Faulkner
  11. Alte Schule – Tobias Wolff
  12. Alter Adel rostet nicht – P.G. Wodehouse
  13. Anatevka – Joseph Stein
  14. Angst und Schrecken in Las Vegas – Hunter S. Thompson
  15. Anna Karenina – Leo Tolstoi
  16. Antiker General William Tecumseh Sherman das Porträt – William Tecumseh Sherman
  17. April entdeckt die Männer – Frederick Kohner
  18. Arbeit poor. Unterwegs in der Dienstleistungsgesellschaft – Barbara Ehrenreich
  19. Auf der Suche nach Indien – E.M. Forster
  20. Auf Messers Schneide – W. Somerset Maugam
  21. Aufzeichnungen eines Außenseiters – Charles Bukowski
  22. Ausgespielt – R wie Rache – Sue Grafton
  23. Backlash: Die Männer schlagen zurück – Susan Faludi
  24. Balzac und die kleine chinesische Schneiderin – Dai Sijie
  25. Bambi: Eine Lebensgeschichte aus dem Walde – Felix Salten
  26. Beim Leben meiner Schwester – Jody Picoult
  27. Bel Canto – Ann Patchett
  28. Beowulf. A new verse translation – Seamus Heany
  29. Betty und ihre Schwestern – Louisa May Alcott
  30. Bhagavadgita. Der Gesang Gottes
  31. Bitch: Ein Loblied auf gefährliche Frauen – Elizabeth Wurtzel
  32. Blumen für Algernon – Daniel Keyes
  33. Brick lane – Monica Ali
  34. Briefe an einen jungen Dichter – Rainer Maria Rilke
  35. Candide: oder Der Optimismus – Voltaire
  36. Carrie – Stephen King
  37. Catch 22 – Joseph Heller
  38. Christine – Stephen King
  39. Clockwork Orange – Anthony Burgess
  40. Colette – Judith Thurman
  41. Complete Novels (1930-1942 / 1944-1962) – Dawn Powell (nur einzelne Werke übersetzt)
  42. Cousine Bette – Honoré de Balzac
  43. Cujo – Stephen King
  44. Daisy Miller: Eine Erzählung – Henry James
  45. Das also ist mein Leben – Stephen Chbosky
  46. Das andere Geschlecht: Sitte und Sexus der Frau – Simone De Beauvoir
  47. Das Bildnis des Dorian Gray – Oscar Wilde
  48. Das Erwachen – Kate Chopin
  49. Das Fabelwesen – Robertson Davies
  50. Das Geisterhaus – Isabel Allende
  51. Das italienische Zimmer – James McKean
  52. Das Jahr magischen Denkens – Joan Didion
  53. Das karmesinrote Blütenblatt – Michel Faber
  54. Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern – Hans Christian Andersen
  55. Das rote Zelt der Frauen – Anita Diamant
  56. Das Tagebuch der Anne Frank
  57. Das Tal der Puppen – Jacqueline Susann
  58. Das Unbehagen der Geschlechter – Judith Butler
  59. David Copperfield – Charles Dickens
  60. David und Lisa – Theodore Isaac Rubin
  61. Deenie – Judy Blume
  62. Der berühmte Springfrosch von Calaveras – Mark Twain
  63. Der Dschungel – Upton Sinclair
  64. Der Duft des Geldes – Gary Krist
  65. Der Elektrik Kool-Aid Acid Test: Die legendäre Reise von Ken Kesey und den Merry Prankstes – Tom Wolfe
  66. Der Fänger im Roggen – J.D. Salinger
  67. Der Glöckner von Notre Dame – Victor Hugo
  68. Der Gott der kleinen Dinge – Arundhati Roy
  69. Der Graf von Monte Christo – Alexandre Dumas
  70. Der Grinch: Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat – Dr. Suess
  71. Der Große Gatsby – F. Scott Fitzgerals
  72. Der Herr der Ringe. Die Rückkehr des Königs – J.R.R. Tolkien
  73. Der Herr der Ringe: Die Gefährten – J.R.R. Tolkien
  74. Der Hufschlag des Siegers: Die Geschichte eines legendären Rennpferdes – Laura Hillenbrand
  75. Der Marathon Mann – William Goldman
  76. Der Meister und Margarita – Mikhail Bulgakov
  77. Der Name der Rose – Umberto Eco
  78. Der Namensvetter – Jhumpa Lahiri
  79. Der Pate – Mario Puzo
  80. Der Prozess – Franz Kafka
  81. Der Rabe – Edgar Allan Poe
  82. Der scharlachrote Buchstabe – Nathaniel Hawthorn
  83. Der Schatten des Windes – Carlos Ruiz Zafon
  84. Der sinnreiche Junker Don Quijote von der Mancha – Miguel de Cervantes
  85. Der Teufel von Chicago – Erik Larson
  86. Der Ursprung. The Fountainhead – Ayn Rand
  87. Der Zauberer von Oz – L. Frank Baum
  88. Die allertraurigste Geschichte – Ford Maddox Ford
  89. Die andere Seite des Himmels. Gedanken über das Leben – Amy Tan
  90. Die Asche meiner Mutter – Frank McCourt
  91. Die Bielsky-Brüder – Peter Duffy
  92. Die Bienenhüterin – Sue Monk Kidd
  93. Die Canterbury-Erzählungen – Chaucer
  94. Die Clique – Mary McCarthy
  95. Die Dämonen – Fjodor Dostojewski
  96. Die fabelhafte Welt der Leichen – Mary Roach
  97. Die Festung der Einsamkeit – Jonathan Lethem
  98. Die Frau des Zeitreisenden – Audrey Niffenegger
  99. Die Freistatt – William Faulkner
  100. Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen – Mitch Albom
  101. Die Geschichte der Reta Winters – Carol Shields
  102. Die Glasglocke – Sylvia Plath
  103. Die göttliche Komödie – Dante
  104. Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya Schwestern – Rebecca Wells
  105. Die heiligen Barbaren – Lawrence Lipton
  106. Die Komödie der Irrungen – William Shakespeare
  107. Die Kunst des Krieges – Sun Tzu
  108. Die Legende von Bagger Vance – Steven Pressfield
  109. Die Leute von Peyton Place – Grace Metalious
  110. Die lustigen Weiber von Windsor – William Shakespeare
  111. Die Mäusestrategie für Manager: Veränderungen erfolgreich begegnen – Spencer Johnson
  112. Die Nacht: Erinnerung und Zeugnis – Elie Wiesel
  113. Die Nackten und die Toten – Norman Mailer
  114. Die Outsider – S.E. Hinton
  115. Die Reifeprüfung – Charles Webb
  116. Die Selbstmord-Schwestern – Jeffrey Eugenides
  117. Die Sonette – William Shakespeare
  118. Die Tagebücher – Sylvia Plath
  119. Die Tagebücher einer Nanny – Emma McLaughlin
  120. Die toten Seelen – Nikolai Gogol
  121. Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier & Clay – Michael Chabon
  122. Die Verschwörung der Idioten – John Kennedy Toole
  123. Die Verwandlung – Franz Kafka
  124. Die wahren und unglaublichen Abenteuer der Hunt-Schwestern – Elisabeth Robinson
  125. Dienstags bei Morrie: Die Lehre eines Lebens – Mitch Albom
  126. Dr. Jekyll und Mr. Hide: Der seltsame Fall – Robert Louis Stevenson
  127. Drachenläufer – Khaled Hosseini
  128. Durchstarten zum Traumjob: Das ultimative Handbuch für Ein-, Um- und Aufsteiger – Richard Nellson Bolles
  129. Ein anderer Frieden – John Knowles
  130. Ein Baum wächst in Brooklyn – Betty Smith
  131. Ein eigenes Zimmer – Virginia Woolf
  132. Ein ganz verrückter Freitag – Mary Rodgers
  133. Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität: Eine wahre Geschichte – Dave Eggers
  134. Ein Vorhang aus Grün: Erzählungen Klein & Fein – Eudora Welty
  135. Eine amerikanische Tragödie – Theodore Dreiser
  136. Eine englische Art von Glück – Andrea Levy
  137. Eine Geschichte aus zwei Städten – Charles Dickens
  138. Eine Weihnachtsgeschichte – Charles Dickens
  139. Eine Welt für Kinder – Hillary Clinton
  140. Einer flog über das Kuckucksnest – Ken Kesey
  141. Eleanor Roosevelt – Blanche Wiesen Cook
  142. Eloise. Ein Buch für frühreife Erwachsene über ein kleines Mädchen im New Yorker Plaza – Kay Thompson
  143. Emily the Strange. Die verschwundenen Tage – Rob Reger
  144. Emma – Jane Austen
  145. Empire Falls – Richard Russo (auf deutsch nur als Film erhältlich)
  146. Endstation Sehnsucht: Drama in drei Akten – Tennessee Williams
  147. Erinnerung, sprich: Widersehen mit einer Autobiographie – Vladimir Nabokov
  148. Ethan Frome – Edith Wharton (nicht übersetzt)
  149. Ethik – Baruch de Spinoza
  150. Eva Luna – Isabel Allende
  151. Ewiger Krieg für ewigen Frieden. Wie Amerika den Hass erntet, den es gesät hat – Gore Vidal
  152. Fahrenheit 451 – Ray Bradbury
  153. Fahrenheit 9/11: Alle Fakten-alle Beweise-alle Szenen – Michael Moore
  154. Fat Land: How Americans became the fattest people in the world – Greg Critser
  155. Fiesta – Ernest Hemingway
  156. Finnegans Wake – James Joyce
  157. Fletch – Gregory McDonald
  158. Fortunas Tochter – Isabel Allende
  159. Frankenstein – Mary Shelley
  160. Franny und Zooey – J.D. Salinger
  161. Früchte des Zorns – John Steinbeck
  162. Frühling des Lebens – Kinnan Rawlings
  163. Galapagos – Kurt Vonnegut
  164. Gedichte – Emily Dickinson
  165. Gelebte Geschichte – Hillary Clinton
  166. Gesammelte Werke – Edgar Allan Poe
  167. Geständnisse eines Küchenchefs: Was sie über Restaurants nie wissen wolten – Anthony Bourdain
  168. Goldlöckchen und die drei Bären – Alvin Granowsky
  169. Grashalme – Walt Whitman
  170. Große Erwartungen – Charles Dickens
  171. Haben und  Nichthaben – Ernest Hemingway
  172. Hamlet – William Shakespeare
  173. Harry Potter und der Feuerkelch – J.K. Rowling
  174. Harry Potter und der Stein der Weisen – J.K. Rowling
  175. Haus aus Sand und Nebel – Andre Dubus III
  176. Helter Skelter: Der Mordrausch des Charles Manon: Eine Chronik des Grauens – Vincent Bugliosi und Curt Gentry
  177. Herr der Fliegen – William Golding
  178. Herz der Finsternis – Joseph Conrad
  179. Hexenjagd – Arthur Miller
  180. High Fidelity – Nick Hornby
  181. Hildays on Ice – David Sedaris
  182. Howl / Geheul – Allen Gingsberg
  183. Huckleberry Finns Abenteuer und Fahrten – Mark Twain
  184. Hundert Jahre Einsamkeit – Gabriel Garcia Marquez
  185. Ich ein Tag sprechen hübsch – David Sedaris
  186. Ilias – Homer
  187. Im Bett mit den Rockgöttern: Die intimsten Bekenntnisse eines Supergroupies – Pamela Des Barres
  188. In meinem Himmel – Alice Sebold
  189. In Swanns Welt: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – Marcel Proust
  190. Inferno: Die großen Geschichten der Menschheit – Dante
  191. Jahrmarkt der Eitelkeit – William Makepeace Thackeray
  192. Jane Eyre – Charlotte Bronte
  193. Jenseits von Afrika – Isak Denison (deutsches Pseudonym der Autorin: Tania Blixen)
  194. Julius Cäsar – William Shakespeare
  195. Just a couple of days – Tony Vigorito (nicht übersetzt)
  196. Kaltblütig: Wahrheitsgemäßer Bericht über einen mehrfachen Mord und seine Folgen – Truman Capote
  197. Kapitale Lügner: Eine faire und ausgewogene Betrachtung der Bush-Bande – Al Franken
  198. Kinderstunde – Lillian Hellman
  199. Klein Stuart: Die Geschichte einer ungewöhnlichen Familie – E.B. White
  200. Klein-Dorrit – Charles Dickens
  201. König Heinrich IV – William Shakespeare (als ein Titel zusammen gefasst, englisch part 1 und 2)
  202. König Heinrich V – William Shakespeare
  203. König Richard III. – William Shakespeare
  204. Krieg und Frieden – Leo Tolstoi
  205. Lady Chatterleys Liebhaber – D.H. Lawrence
  206. Licht im Dunkel – William Gibson
  207. Lolita lesen in Teheran – Azar Nafisi
  208. Love Story – Erich Segal
  209. Macbeth – William Shakespeare
  210. Madame Bovary: Sitten der Provinz – Gustave Flaubert
  211. Mein Gesicht ist meine Seele. Eine Frau bewältigt die Folgen ihrer frühen Krebskrankheit – Lucy Grealy
  212. Mein großer Freund Shane – Jack Shaefer (nur der Film wurde übersetzt)
  213. Mein Leben als Leser – Nick Hornby
  214. Meine Welt: Blind, taub und optimistisch. Leben und Lernen der Helen Keller – Helen Keller
  215. Memoiren einer Tochter aus gutem Hause – Simone de Beauvoir
  216. Mencken Chrestomathy – H.L. Mencken (nicht übersetzt)
  217. Menschenkind – Toni Morrison
  218. Meuterei auf der Bounty – Charles Nordhoff und James N. Hall
  219. Middlesex – Jeffrey Eugenides
  220. Miss Daisy und ihr Chauffeur – Alfred Uhry
  221. Moby Dick – Herman Melville
  222. Moliére: A biography – Hobart Chatfield Taylor (nicht übersetzt)
  223. Monsieur Proust: Erinnerungen, aufgezeichnet von Georges Belmont: Die Erinnerungen seiner Haushälterin – Celeste Albaret
  224. Mrs. Dalloway – Virginia Woolf
  225. My Lai 4 – Seymour M. Hersh (nicht übersetzt; auf deutsch nur als  Film erhältlich)
  226. My life as author and editor – H.R. Mencken (nicht übersetzt)
  227. My life in orange – Tim Guest
  228. Nacht des Orakels – Paul Auster
  229. Nervous System: Or, losing my mind in literature – Jan Lars Jensen (nicht übersetzt)
  230. New Yorker Geschichten – Dorothy Parker
  231. Nollops Vermächtnis – Mark Dunn
  232. Northanger Abbey – Jane Austen
  233. Novels 1930-1942 (Dance Night / Come back to Sorrento / Das Glücksrad: Ein New York-Roman / Angels on toast / A time to be born – Dawn Powell (Büch nur zum Teil übersetzt)
  234. Onkel Toms Hütte – Harriett Beecher-Stowe
  235. Oryx und Crake – Margaret Atwood
  236. Othello – William Shakespeare
  237. Paris, ein Fest fürs Leben – Ernest Hemingway
  238. Pigs at the trough. How corporate greed and political corruption are undermining America – Arianna Huffington (nicht übersetzt)
  239. Pinocchio – Carlo Collodi
  240. Please kill me. Die unzensierte Geschichte des Punk – Legs McNeil, Gillian McCain
  241. Property – Valerie Martin (nicht übersetzt)
  242. Pushkin: a biography – T.J. Binyon (nicht übersetzt)
  243. Pygmalion – George Bernard Shaw
  244. Rapunzel – Die Gebrüder Grimm
  245. Rebecca – Daphne Du Maurier
  246. Rebecca of Sunnybrook Farm – Kate Douglas Wiggin (nicht übersetzt)
  247. Rescuing Patty Hearst – Viriginia Holman (nicht übersetzt)
  248. Rita Hayworth (Kurzgeschichte) – Stephen King (Geschichte nicht übersetzt, deutscher Titel der Verfilmung: Die Verurteilten)
  249. Robert’s rules of order – Henry M. Robert (nicht übersetzt; Ratgeber für business meetings; als Alternative: Robert’s Rules of Order in Brief – gekürzte Ausgabe)
  250. Roman Holiday (evt. Italien: Reisebilder) – Edith Wharton
  251. Romeo und Julia – William Shakespeare
  252. Rosemarys Baby – Ira Levin
  253. S is for silence – Sue Grafton (nicht übersetzt)
  254. Sacred time – Ursula Hegi (nicht übersetzt)
  255. Sakrileg – Dan Brown
  256. Savage Beauty: The life of Edna St. Vincent Millay – Nancy Milford (nicht übersetzt)
  257. Schall und Wahn – William Faulkner
  258. Schiffbruch mit Tiger – Yann Martel
  259. Schlachthof 5: Der Kinderkreuzzug – Kurt Vonnegut
  260. Schlaflos – M.J. Hyland
  261. Schnee auf dem Kilimandscharo: 6 stories – Ernest Hemingway
  262. Schneeweißchen und Rosenrot – Gebrüder Grimm
  263. Schöne neue Welt – Aldous Huxley
  264. Schuld und Sühne – Fjodr Dostojewski
  265. Schwein gehabt, Knirps – Dick King-Smith
  266. Seelensprung: Ein Leben in zwei Welten – Susanna Kaysen
  267. Selected Letters of Dawn Powell, 1913-1965 – Dawn Powell (nicht übersetzt)
  268. Several biographies of Winston Churchill (z.B. Winston Churchill: Abenteurer, Monarchist, Staatsmann – David Cannadine)
  269. Sexus – Henry Miller
  270. Shining – Stephen King
  271. Siddharta – Hermann Hesse
  272. Sonette aus den Portugiesischen – Elizabeth Barrett Browning
  273. Song of the simple truth: The complete poems ofJulia de Burgos – Julia de Burgos (nicht übersetzt)
  274. Song Reader – Lisa Tucker
  275. Sophies Entscheidung – William Styron
  276. Soziale Ursprünge von Diktatur und Demokratie – Barrington Moore
  277. Stolz und Vorurteil – Jane Austen
  278. Sturmhöhe – Emily Bronte
  279. Superfritz löst jeden Fall (englisch: Encyclopedia Brown) – Donald J. Sobol
  280. Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone – Mark Haddon
  281. Sybil. Persönlichkeitsspaltung einer Frau – Flora Rheta Schreiber
  282. Tanz mit den Walen. Entdeckungsreisen in eine verborgene Welt – Anne Collet
  283. The Archidamian War – Donald Kagan
  284. The Art of fiction – Henry james (nicht übersetzt)
  285. The Dirt: Sie wollten Sex, Drugs & Rock’n Roll. Die aberwitzige Geschichte von Mötley Crüe
  286. The Fall of the Athenian Empire – Donald Kagan (nicht übersetzt)
  287. The gospel according to Judy Bloom (nicht übersetzt, aber auch keine englische Ausgabe gefunden)
  288. The kitchen boy: A novel of the last tsar – Robert Alexander (nicht übersetzt)
  289. The little locksmith – Katharine Butler Hathaway (nicht übersetzt)
  290. The Lottery and other stories – Shirley Jackson (nicht übersetzt)
  291. The meaning of consuelo – Judith Ortiz Cofer (nicht übersetzt)
  292. The outbreak of the Peloponnesian war – Donald Kagan (nicht übersetzt)
  293. The Peace of Nicias and the Sicilian expedition – Donald Kagan (nicht übersetzt)
  294. The portable Dorothy Parker – Dorothy Parker (nicht auf Deutsch erhältlich; Sammlung aller Werke)
  295. The portable Nietzsche – Friedrich Nietzsche (nicht auf Deutsch erhältlich; enthält Die Götzen-Dämmerung / Der Antichrist / Nietzsche kontra Wagner / Also sprach Zarathustra  und anderes)
  296. The price of Loyalty: George W. Bush, the White House, and the Education of Paul O’Neill – Ron Suskind (nicht übersetzt)
  297. The Scarecrow of Oz – L. Frank Baum (nicht übersetzt)
  298. The Song of Names – Norman Lebrecht (nicht übersetzt)
  299. The Vanishing Newspaper: Saving journalism in the Information Age – Philip Meyers (nicht übersetzt)
  300. Töchter des Himmels – Amy Tan
  301. Tod eines Handlungsreisenden – Arthur Miller
  302. Turth & Beauty: A friendship – Ann Patchett (nicht übersetzt)
  303. Ulysses – James Joyce
  304. Unser gemeinsamer Freund – Charles Dickens
  305. Unter Null – Bret Easton Ellis
  306. Unter Wasser atmen – Julie Orringer
  307. Unterwegs – Jack Kerouac
  308. Velvet Underground & Nico (33 1/3) – Joe Harvard (nicht übersetzt)
  309. Verfall und Untergang des römischen Reiches – Edward Gibbon
  310. Verstand und Gefühl – Jane Austen
  311. Versuchung durch Erkenntnis. Die gnostischen Evangelien
  312. Verwandlungen / All meine Lieben / Selbstportrait in Briefen / Buch der Torheit – Anne Sexton (Gedichte in mehreren Bänden; English: The Complete Poems)
  313. Voll daneben, Mr. President! Wahre Worte von George W. Bush – Jacob Weisberg
  314. Vom Winde verweht – Margaret Mitchell
  315. Von Mäusen und Menschen – John Steinbeck
  316. Walden: oder Leben in den Wäldern – Henry David Thoreau
  317. Warten auf Godot – Samuel Beckett
  318. Was geschah wirklich mit Baby Jane – Henry Farrell
  319. We owe you nothing: Punk Planet. The collected interviews – Daniel Sinker (nicht übersetzt)
  320. Wer den Wind sät – Jerome Lawrence (auf deutsch nur als Film erhältlich; Englischer Titel des Buches: Inherit the Wind)
  321. Wer die Nachtigall stört – Harper Lee
  322. Wer hat Angst vor Virginia Woolf? – Edward Albee
  323. When the emperor was divine – Julie Otsuka (nicht übersetzt)
  324. Wicked – Die Hexen von Oz. Die wahre Geschichte der bösen Hexe des Westens – Gregory Maguire
  325. Wilbur und Charlotte – E.B. White
  326. Wolfsmilch – William Kennedy
  327. Zärtlich ist die Nacht – F. Scott Fitzgerald
  328. Zeit der Zärtlichkeit – Larry McCurtry
  329. Zeitspuren – Jack Finney
  330. Zimmer mit Aussicht: Eine Liebesgeschichte – E.M. Forster

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Veronica Roth: Die Bestimmung

Category : Allgemein

1. Die Bestimmung (2012)

2. Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit (2012)

3. Die Bestimmung – Letzte Entscheidung (2014)

Verlag: cbt, Übersetzer: Petra Koob-Pawis

 

Die Bestimmung:

Eine Welt, in der die Menschen nach ihren Charaktereigenschaften eingeteilt werden (Altruan – selbstlos, Amite – friedfertig, Ken – wissbegierig, Candor – freimütig, Ferox – furchtlos) und eine Heldin, die mehrere dieser Eigenschaften in sich vereint. Damit ist Tris, die Protagonistin, eine Unbestimmte, was sie in große Gefahr bringt.

Der erste Teil der Bestimmung-Trilogie ist durchaus gelungen. Sprachlich gibt das Buch nicht viel her, es ist sehr einfach geschrieben und liest sich sehr schnell weg. Dafür ist die Idee der Geschichte spannend: eine Welt, in der alle Menschen in Fraktionen eingeteilt werden, die bestimmten Charaktereigenschaften entsprechen. Über die Welt an sich wird im ersten Teil noch nicht allzu viel Preis gegeben, aber genug, um eintauchen zu können. Die Fraktionen werden so dargestellt, dass der Leser ein relativ klares Bild von der Gesellschaft dieser Welt bekommt. Über die Hintergründe erfährt man zwar kaum etwas, dies ist jedoch in Ordnung, da in den Folgebänden darüber aufgeklärt wird. Die Hauptperson, Tris, ist für die Geschichte passend, wenn auch manchmal ein wenig anstrengend. Die Handlung bleibt durchgängig spannend und fesselnd. Manchmal wurde der Inhalt für ein Jugendbuch überraschend brutal – allerdings finde ich, dass es nie übertrieben war und immer zur Geschichte und in diese Welt gepasst hat.

Was mich ein wenig gestört hat war, dass zwar immer der Spruch „Fraktion vor Blut“ erwähnt wurde und dass man seine Familie und seine ursprüngliche Fraktion hinter sich lassen muss, wenn man wechselt, aber dennoch wird ständig erwähnt, dass niemand seine alte Fraktion wirklich hinter sich lassen kann. Da stellte sich mir die Frage, wozu überhaupt gewählt wird. Außerdem wird zwischenzeitlich ziemlich viel darüber gefaselt, zu welcher Fraktion Tris sich denn nun zugehörig fühlt. Da hatte ich zeitweise das Gefühl, immer wieder dasselbe zu lesen. Ein weiterer Negativpunkt: ich habe Rechtschreibfehler gefunden.

Dennoch ist „Die Bestimmung“ ein gelungener Roman. Allerdings muss ich dazu sagen, dass Teil 1 auch der beste Teil der Reihe war – um nicht zu sagen, der einzig Gute. Demnach würde ich das Buch nicht empfehlen, da der Rest der Reihe sich nicht lohnt und das Buch alleine keine abgeschlossene Geschichte erzählt.

Fazit: Wäre das Buch in sich abgeschlossen gewesen, hätte ich vier Sterne vergeben. Die anderen Teile, die meiner Meinung nach deutlich schlechter sind als Teil 1, ziehen die Bewertung runter, da Teil 1 zu viele Fragen offen lässt, als dass man die anderen Teile außen vor lassen könnte. „Die Bestimmung“ ist sehr vielversprechend, aber die Trilogie als Ganzes kann die Erwartungen leider nicht erfüllen.

 

Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit

 

Die Bestimmung – Letzte Entscheidung

Der zweite Teil der Reihe war schon schlechter als der erste und der dritte ist qualitativ noch einmal darunter. Leider. Ich hatte durchaus die Hoffnung, dass der dritte Teil die Trilogie noch einmal hochreißt und es doch noch schafft, einen spannenden Abschluss zu bieten. Ich wurde enttäuscht.

Die Geschichte geht im dritten Teil genauso wirr weiter wie im zweiten Teil. Wie im Vorgänger gibt es auch hier wieder ein ständiges Hin und Her, dass die Handlung weder weiterbringt, noch auch nur im Ansatz spannend ist. Die Sprache ist immer noch einfach und wenig anspruchsvoll. Generell wurden hier einfach dieselben Fehler gemacht, wie schon im zweiten Teil. Eine Änderung wurde eingeführt: anders als in den ersten beiden Bänden wird die Geschichte nicht mehr nur aus Tris‘ Sicht erzählt, sondern auch aus der Perspektive von Four. Hier erschließt sich mir leider überhaupt nicht, warum das so gemacht wurde. Da sich beide Perspektiven vom Schreibstil nicht unterscheiden, lässt sich im ersten Moment nicht feststellen, wer den gerade dran ist. Es war anstrengend, verwirrend, störend und hatte für die Geschichte keinen Wert.

Sämtliche Wendungen der Geschichte waren wenig überraschend. Die Charaktere konnte ich oftmals gar nicht mehr ernst nehmen und das Ende ist auch absolut misslungen. Fesseln konnte mich die Geschichte definitiv nicht, je mehr ich las, desto weniger war ich am Ausgang des Buches interessiert. Das Ende selbst kam meiner Meinung nach auch nicht richtig zur Geltung, da es, wie viele andere wichtige Ereignisse auch, im Einheitsbrei der unwichtigen Nebenhandlungen unterging. Ab und an vermisste ich auch die Logik und konnte, wie im Vorgänger auch schon, die Handlungen der Personen nicht nachvollziehen.

Fazit: Die Trilogie hat gut angefangen und wurde dann immer schlechter. Das vorhandene Potenzial des ersten Teils und der Idee der Geschichte wurde nicht genutzt. Leider ist es sinnlos, den ersten Band zu lesen und die anderen nicht, deswegen kann ich die komplette Serie leider nicht empfehlen.Den Zusatzband, der aus Fours Perspektive geschrieben ist, werde ich mir sparen.


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S.J. Watson: Tu es. Tu es nicht.

Category : Allgemein

Verlag: FISCHER, Übersetzer: Ulrike Wasel und Klaus Timmermann, 2015

Schon der Klappentext hat mich wenig beeindruckt, aber da ich von „Ich. Darf. Nicht. Schlafen.“ begeistert war, habe ich dem Buch dennoch eine Chance gegeben. Es geht um Julia, die eigentlich ein ganz normales Leben führt – bis ihre Schwester ermordet wird und Julia bei ihren Nachforschungen in eine ihr bisher fremde Welt gezogen wird.

Der Schreibstil war nicht besonders gut. Die Ich-Form hat mich an sich nicht gestört, aber die Sätze fingen entschieden zu oft mit „Ich“ an. Das Buch las sich zwar sehr leicht und schnell, allerdings ging mir der Schreibstil dabei oft auf die Nerven. Das wäre zu verschmerzen gewesen, hätte das Buch inhaltlich überzeugen können. Das Hauptproblem war die Protagonistin. Oftmals waren ihre Handlungen nicht nachvollziehbar, sie verhielt sich unlogisch und naiv. Ich habe mich mehrfach gefragt, wie eine erwachsene Frau sich nur so verhalten kann. Auch wurde ich oft an Watsons erstes Buch erinnert (ich möchte hier keines der Bücher zu sehr spoilern, daher werde ich nicht ins Detail gehen, jedenfalls wurde in diesem Buch deutlich schneller offensichtlich, dass etwas nicht stimmt). Die Dialoge wirkten zum Teil unrealistisch und künstlich, als würde der Autor Julia absichtlich dummes Verhalten andichten, damit Spannung entsteht. Denn ganz offensichtlich ist Julia als erwachsene Frau nicht in der Lage, ein offenes und vernünftliges Gespräch mit ihren Mitmenschen zu führen. Aber nicht nur sie verhält sich unlogisch. Auch der „Böse“: beschwert sich Julia erst noch, dass sie die Beweisfotos selbst vernichtet hat, kommt ihr Gegenspieler glatt bei ihr vorbei und schenkt ihr seine. Und dann passiert gar nichts. Andere Personen, zum Beispiel ihr Mann, blieben für meinen Geschmack viel zu blass. Dadurch hatte der Leser gar keine richtige Chance, mit den Charakteren mitzufühlen.

Davon abgesehen war keine Wendung in der Story für mich überraschend. Keine Einzige. Alles war relativ schnell offensichtlich, nur Julia hinkte meilenweit hinterher und war dermaßen schwer von Begriff, dass es beinahe wehtat. Auch wenn der Anfang noch in Ordnung war, zum Ende hin wurde das Buch immer schlechter. Im Endeffekt würde ich es als keine komplette Katastrophe werten, da durchaus interessante Ansätze vorhanden waren, aber „Tu es. Tu es nicht.“ kann nicht nur nicht mit Watsons Erstlingswerk mithalten, es ist auch für sich stehend kein besonders gelungener Thriller.

Fazit: Die Geschichte überzeugt nicht, die Sprache nervt. Wer einen guten Thriller lesen möchte, sollte „Ich. Darf. Nicht. Schlafen.“ vom selben Autor lesen. Dieses Werk ist nämlich wesentlich spannender und weniger vorhersehbar.


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Ellen Berg: Ich koch dich tot – (k)ein Liebesroman

Category : Allgemein

Verlag: Aufbau, 2013

Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil es nach einer witzigen Idee und guter Unterhaltung klang. Obwohl ich den Kauf nicht bereue, würde ich das Buch auch keinem anderen weiterempfehlen.

Es geht um Vivi, die eine wunderbare Köchin ist – bis sie aus Versehen ihren tyrannischen Mann vergiftet. Der nächste Giftmord ist dann kein Zufall mehr, und ehe sie sich versieht, ist sie in eine haarstäubende Geschichte voller Intrigen und skurriler Wendungen verstrickt.

Zuerst einmal: das Cover (und auch Vivis verhalten, vor allem am Anfang) lässt nicht vermuten, dass es sich bei der Protagonistin um eine Frau Mitte dreißig handelt – vielmehr hat man das Gefühl, es mit einer Rentnerin zu tun zu haben. Das ging sogar so weit, dass ich mehrfach das Alter geprüft habe und mich zwischenzeitlich gefragt habe, ob das Buch vielleicht in einer anderen Zeit spielt. Mein hauptsächliches Problem mit Vivi war ihre grenzenlose Naivität. Ich habe mehrfach das Buch auf den Tisch geschmissen und gerufen: „So dämlich KANN doch niemand sein!“. Doch. Vivi schon. Schließlich fällt sie auf jeden noch so billigen Trick rein und man fragt sich, wie sie ihr Leben überhaupt auf die Reihe bekommt. Daher war ihre Charakterentwicklung zur vorsätzlichen Mörderin auch wenig glaubwürdig. Auch der erste Todesfall – hat Vivi im Chemieunterricht nichts gelernt, oder warum packt sie Rattengift in einen Pfefferstreuer? Da sagt einem doch eigentlich schon der gesunde Menschenverstand, dass das keine gute Idee ist. Aber davon mal abgesehen: das Buch war an einigen Stellen schon recht amüsant, auch wenn der Humor nicht immer meiner war (wofür das Buch natürlich nichts kann, Humor ist schließlich subjektiv). Ebenfalls überraschend, bzw. unglaubwürdig ist, dass Vivi nicht ganz am Anfang des Buches schon verhaftet wird – hier gehe ich lieber nicht ins Detail, um niemanden zu spoilern, aber es gab mehrere Stellen im Buch, wo Vivi meiner Meinung nach hinter Gittern hätte landen müssen.
Positiv fand ich die Beschreibungen der Gerichte, die Vivi zubereitet, da hat man als Leser direkt Lust bekommen, selbst den Kochlöffel zu schwingen – und falls man dieser Intention tatsächlich folgen wollte, gibts am Ende tatsächlich die Rezepte, was meiner Meinung nach eine wirklich nette Idee ist.

Fazit: Es war keine komplette Katastrophe, aber für meinen Geschmack storytechnisch zu wenig ausgereift und in die Hauptperson konnte man sich kaum hineinversetzen, da es ihr an gesundem Menschenverstand fehlte. Schreibstil und Sprache waren in Ordnung.


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P.C. Cast und Kristin Cast: House of Night

Category : Allgemein

Verlag: Fischer FJB, Übersetzt von Christine Blum

Die zwölf Bände der House of Night-Reihe:

1. Gezeichnet (2009)

2. Betrogen (2010)

3. Erwählt (2010)

4. Ungezähmt (2010)

5. Gejagt (2011)

6. Versucht (2011)

7. Verbrannt (2011)

8. Geweckt (2011)

9. Bestimmt (2012)

10. Verloren (2012)

11. Entfesselt (2013)

12. Erlöst (2014)

 

Ohne Zusatzbände ist die House of Night- Reihe mit 12 Bänden ziemlich lang – viel zu lang. Aber von Anfang an. Es geht um Zoey Redbird, ein Mädchen, dass gezeichnet wird und sich daraufhin ins House of Night, dem Vampyrinternat begeben muss. Die einzelnen Bände im Nachhinein zu rezensieren ist ein Ding der Unmöglichkeit, da die Geschichte so voller Belanglosigkeiten ist und vor allem in der Mitte zu einem undefinierbaren Brei verkommt, aber ein allgemeines Fazit kann man aus der Reihe dennoch ziehen.

Fangen wir mit dem Positiven an. Die Idee ist ganz nett – ein Internat für Vampyre, eine Welt, in der Vampyre zwar sozial abgegrenzt von den Menschen leben, aber sich nicht verstecken müssen. Und die Buchrücken sind auch sehr schön gestaltet, sodass die Reihe wirklich sehr schön im Regal aussieht und Eindruck schindet, sofern man die Reihe nicht kennt. Wobei, vielleicht gerade dann, denn es zeugt wirklich von Durchhaltevermögen, sich durch alle zwölf Bände dieser Reihe gequält zu haben.

Der erste Band erschien mitten im Post-twilight-Vampirhype. Ich war damals genau in der Zielgruppe und musste mir das Buch natürlich sofort kaufen. Tatsächlich war ich von Teil 1 auch mehr oder weniger begeistert. Es gab zwar einige sprachliche Mängel, die mich schon damals gestört haben, aber anfangs konnte ich noch darüber hinwegsehen.

Was waren das für Mängel? Eigentlich ist das ganze Buch ein Mangel. Das Buch ist vollgestopft von Jugendsprache, komischen Abkürzungen („Zwillings-ABF“, „OMG“ und viele mehr), ich-mag-Bindestriche-Kommentaren und peinlichen Witzen. Das mag anfangs vielleicht noch ganz erfrischend wirken, geht aber ziemlich schnell auf die Nerven. Anspruch hat die Sprache keinen (die Geschichte übrigens auch nicht). Außerdem verändert sich Jugendsprache ständig – die Reihe ist also ein paar Jahre später nicht mehr lesbar. Hier fehlt ganz eindeutig die Zeitlosigkeit, die andere Reihen besitzen und die Serie auch für ältere Personen attraktiv machen. House of Night ist für Personen, die älter als 14 sind aber leider kaum noch zumutbar. Demensprechend ist die Wahrscheinlichkeit gering, die Reihe später nochmal lesen zu wollen. Nicht besonders schön bei einer Reihe, für die man viel Geld ausgegeben hat, um sie vollständig zu haben.

Fünf Jahre hat es gedauert, bis die Reihe komplett war. Das ist eine ziemlich lange Zeit, die man Leser bei der Stange halten muss. Die zwölfjährigen Mädchen sind fünf Jahre später nicht mehr zwölf und haben wahrscheinlich in der Zwischenzeit eine Menge Leseerfahrung gesammelt und können andere aktuelle Werke mit dieser Reihe vergleichen. Und da schneidet House of Night leider nicht gut ab. Dementsprechend schwierig war es für mich, immer wieder die Motivation aufzubringen, den nächsten Band auch noch zu Ende zu lesen. Als die Reihe sich dem Ende näherte, war ich schließlich nicht mehr in der Zielgruppe und auch der Vampirhype hatte seine stärksten Zeiten hinter sich.

Dabei scheitert die Geschichte bereits an der Hauptperson. Zoey Redbird ist nicht nur unsympathisch und arrogant, sondern einfach viel zu perfekt, als dass man sich mit ihr identifizieren könnte. Sie ist auserwählt, schön, auserwählt, beliebt, auserwählt… habe ich schon erwähnt, dass sie auserwählt ist? Niemand kann mit ihr mithalten. Sie ist von der Göttin erwählt, Hohepriesterin, viel reifer als alle anderen, sämtliche männliche Individuen, die ihr über den Weg laufen, stehen auf sie (keine Übertreibung, eigentlich müsste man eine Strichliste machen, mit wie vielen Männern Zoey im Laufe der Serie anbandelt)… Und wenn jemand sie mal nicht mag, dann liegt das natürlich daran, dass mit demjenigen etwas nicht stimmt. Kann ja nicht sein, dass jemand Super-Zoey nicht ausstehen kann. Alle anderen Charaktere verschwinden im Schatten von Zoeys auserwählt-sein. Zwar sind durchaus einige Personen mit Potential dabei, jedoch bleiben die meisten eher im Hintergrund. Zicken-Aphrodite, die wir-beenden-den-Satz-des-jeweils-anderen-Zwillings-ABFs, der schwule (aber überhaupt nicht tuntige!!!!!!) Damien, okey-dokey-Oklahoma-Stevie Rae und viele weitere Charaktere, die mir leider so gar nicht ans Herz gewachsen sind. Oder besser gesagt: die mir mit jedem Band egaler wurden.

Schon vor dem Lesen habe ich gewusst, wie lang die Reihe werden soll und mich (damals noch hoffnungsvoll) gefragt, wie man es wohl schafft, eine Buchreihe über eine solche Länge hinweg spannend zu halten. Die Antwort: man schafft es nicht. Die Qualität der Reihe sank stetig, die Geschichte ist kein bisschen mit dem Leser mitgewachsen, es strotzt nur so vor Doppelmoral und unlogischen Entscheidungen seitens der Hauptpersonen. In den späteren Büchern kommen auch noch Perspektivwechsel hinzu, die stören, keinen Sinn ergeben und die Handlung nicht weiterbringen. Es entsteht der Eindruck, den Autorinnen ist nicht mehr genug eingefallen, um die Bände zu füllen, daher wurden diese Kapitel aus der Sicht von anderen Personen eingebaut, um die Reihe mit Gewalt auf 12 Bände strecken zu können. Auch sonst ist die Handlung seicht, stellenweise langatmig und voller unnötiger Nebenkonflikte, bei denen man nur mit dem Kopf schütteln kann. Das Finale ist auch nicht gerade das, was man sich unter einem spannenden Showdown vorstellt. Es gibt keinen Grund, sich durch alle zwölf Bände dieser Reihe zu kämpfen. Warum ich es getan habe? Keine Ahnung. Wahrscheinlich, weil ich die ersten Bände noch ganz gut fand, bei den mittleren Bänden gehofft habe, dass es doch noch besser wird und dann dachte, dass man mitten in der Reihe auch nicht mehr aufhören sollte. Besser wäre gewesen, ich hätte die Reihe gar nicht erst angefangen.

Fazit: Die Reihe hat schlecht angefangen, hatte aber anfangs einige nette Ideen und Ansätze. Die Qualität sank mit jedem Band, bis mit dem Finale der absolute Nullpunkt erreicht war. Die Reihe wurde schlicht und ergreifend totgeschrieben und hätte spätestens nach dem vierten Band enden sollen. Man muss eine Geschichte nicht künstlich strecken, damit zwölf Bände erreicht werden. Irgendwann ist eine Geschichte auserzählt und der Punkt erreicht, an dem Schluss sein sollte. Da die Reihe sowohl sprachlich als auch inhaltlich ein kompletter Schuss ins Aus ist, kann ich nur jedem davon abraten, dafür Geld auszugeben.