Global Female Future – hrgs. v. Andreea Zelinka, Rosa Zechner, Andrea Ernst und Gerda Neyer

  • Kremayr & Scheriau (2022)
  • 208 Seiten

 

Klappentext: „„Wir versammeln feministische Stimmen aus der ganzen Welt im Kampf um Gerechtigkeit.“

Es ist Zeit für die großen Fragen: In welchen Formen ist sexualisierte Gewalt ein globales Phänomen? Wem nützt die weltweite „weibliche“ Migration in Care-Berufen? Wie lässt sich antirassistischer Widerstand organisieren? Wie könnte eine feministische Ökonomie die Wirtschaft verändern und was bedeutet autoritäre, staatliche Gewalt für Frauen* im Widerstand?

40 Jahre feministische Kämpfe in einem Buch – 40 Jahre Fortschritte und Lernen aus Rückschlägen, die doch Wege hin zu einem selbstbestimmten Leben eröffnen. „Global Female Future“ gibt den Blick frei auf feministische Auseinandersetzungen in Politik, Wirtschaft, Reproduktion, Ökonomie und Ökologie – exemplarisch erzählt von und mit Autor*innen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa. Ihre Erfahrungen aus früheren Konflikten verweisen auf die Gegenwart, sei es im Kampf um Ressourcen wie Land oder Wasser – oder im Kampf gegen die Klimakatastrophe.

Mit Beiträgen von und Interviews mit Cânân Arın, Iris Frey, Verónica Gago, Wendy Harcourt, Naila Kabeer, Gaby Küppers, Shalini Randeria, Rocío Silva Santisteban, Nadia Shehadeh, Christa Wichterich, Weina Zhao, u.v.m.“

 

 

Zum 40-jährigen Bestehen der Frauen*solidarität wurde dieses Werk veröffentlicht. Es geht um feministische Themen aus globalem Blickwinkel. Aktuelle Thematiken wie Klima- und Umweltaktivismus, Arbeit und Gewalt werden in verschiedenen Artikeln intersektional behandelt. Hierbei zeigt sich, wie vielfältig der Diskurs ist, wenn man ihn nicht nur aus einer mitteleuropäischen Perspektive betrachtet und was in anderen Ländern in punkto Feminismus und feministischer Kampf passiert.

Die Artikel waren informativ und interessant, weil hier viel dargestellt wurde, wovon man sonst wenig mitbekommt, selbst, wenn man sich grundsätzlich für das Thema interessiert. Das Buch bietet einen Rückblick, eine Darstellung der gegenwärtigen Diskurse und einen Ausblick auf die Zukunft. Besonders wird hier deutlich, wie wichtig eine global orientiertes Handeln ist. Die Artikel setzen dabei immer verschiedene Schwerpunkte, mit Feminismus als gemeinsamen Nenner. Viele Probleme sind miteinander verbunden und gerade für Frauen in verschiedenen Ländern ist der Kampf noch lange nicht ausgekämpft. Daher fand ich dieses Buch sehr lehrreich und aufrüttelnd für alle, die sich schon mit dem Thema beschäftigt haben – als Einstiegslektüre in das Thema eignet es sich eher nicht, denn dafür ist es zu komplex. Für mich auf jeden Fall lesenswert.

 

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