Lydia Benecke: Auf dünnem Eis

  • Bastei Lübbe (2016)
  • 352 Seiten

Klappentext: „Auf dünnem Eis befinden wir uns, wenn wir Mörder, brutale Vergewaltiger, Profikiller oder eiskalte Psychopathen als »böse« abstempeln und weit von uns schieben. Lydia Benecke rekonstruiert grausame Verbrechen, erzählt von echten Fällen aus ihrer eigenen Praxis und wirft die hoch spannende Frage auf: Wie viel davon steckt in jedem von uns?“

Lydia Benecke nähert sich in ihrem Buch den Schattenseiten der menschlichen Psyche. Vor allem Psychopathie – die nicht immer mit einer kriminellen Karriere verbunden sein muss – wird hier beschrieben und beleuchtet.

Generell denke ich, dass ich einiges aus dem Buch mitnehmen konnte, viele Dinge waren mir neu, andere waren bereits bekannt (ich habe mich bisher oberflächlich mit dem Thema beschäftigt). Benecke bleibt bei ihren Ausführungen immer unterhaltsam und leicht verständlich, sodass das Buch auch für Laien lesbar war. An einigen Stellen wiederholt sie sich, was mich aber nur wenig gestört hat. In anderen Rezensionen habe Kritik gelesen, dass sie zu viel von sich spricht und das Buch mehr Selbstdarstellung ist als Vermittlung des Themas. Dem würde ich so nicht zustimmen. Sie spricht von Fällen aus ihrer Praxis und nutzt sich als Veranschaulichung, wie fein die Linie zwischen den vermeintlich bösen Kriminellen und den nicht-Kriminellen ist. Das ist letztendlich auch genau das, was ich von diesem Buch erwartet und erhofft habe.

Des Weiteren nutzt sie bekannte Fälle von (psychopathischen) Serienmördern als Fallbeispiele, die sie detailreich erklärt und die Hintergründe der Taten erläutert. An einigen Stellen wirkten die Beispiele und die Erklärungen zur menschlichen Psyche ein wenig unstrukturiert. Das Thema wurde trotzdem gut vermittelt und ich habe das Gefühl, nach der Lektüre einiges an Wissen mitgenommen zu haben.

Fazit: Trotz einiger Schwächen interessant und lesenswert.

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