Stefan Barth: Ghost. Ein Kurzroman

  • 2019
  • 56 Seiten

Klappentext: „Zu Anfang des 23. Jahrhunderts haben Großkonzerne die Macht von Staaten. Mensch und Maschine sind kaum noch von einander zu unterscheiden. Und womit niemand gerechnet hatte: Magie ist Wirklichkeit.

Sarah und ihr Team sollen sich in das Netzwerk des weltgrößten Energiekonzerns hacken. Eigentlich eine Kleinigkeit für einen Profihacker wie Sarah, doch ausgerechnet nach diesem Auftrag prangen ihre Gesichter auf Fahndungsplakaten im ganzen New Yorker Metroplex. Die Gruppe kämpft ums nackte Überleben, als ein anderer Konzern seine Unterstützung anbietet. Doch auch diese Hilfe hat ihren Preis. Ein Wettlauf gegen die Zeit und übermächtige Widersacher beginnt.“

„Ghost“ von Stefan Barth spielt in einer sehr abstrakten, futuristischen Welt. Ich hatte am Anfang einige Problem, mich in dieser zurechtzufinden, denn gerade in den ersten Kapiteln wird man mit sehr vielen Informationen bombardiert. Auch die Charaktere bleiben ein wenig blass, da hätte ich mir ein wenig mehr Ausarbeitung gewünscht.

Positiv anzumerken ist die lebendige Sprache, durch die Szenerien und Ereignisse filmreif beschrieben werden und bildlich vor dem inneren Auge auftauchen. In „Ghost“ gibt es dementsprechend einige sehr starke Szenen, die etliche Mängel wieder ausgleichen. Auch das Ende ist in meinen Augen sehr gelungen. Sarah, die Protagonistin, ist, auch wenn ich sie gerne noch ein wenig besser kennengelernt hätte, ein sympathischer Charakter, dem ich sehr gerne gefolgt bin. Außerdem waren in dieser Geschichte einige neue Ideen und Ansätze, die ich in dieser Form noch nicht aus anderen Büchern kenne. Das machte das ganze für mich noch ein wenig interessanter.

Fazit: Einige Mängel, die aber durch die guten Beschreibungen der Szenen ausgeglichen werden. Daher insgesamt eine lesenswerte Kurzgeschichte.

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