Jay Asher: Wir beide, irgendwann

  • Verlag: cbt  (2014)
  • Übersetzung: Carolyn Mackler, Knut Krüger
  • 400 Seiten

Klappentext: „Was wäre wenn …, ich dich heute küsse?

Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später. Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, bislang alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang …“

In Jay Ashers Roman geht es um Emma und Josh, die per Facebook in die Zukunft sehen können. Glücklicherweise gehört gerade Emma zu den Personen (bzw. wird gehören), die einiges aus ihrem Privatleben bei Facebook teilen. Dadurch erschließt sich der Gegenwarts-Emma, dass ihr Leben keine besonders gute Wendung nehmen wird.

Verständlich ist demnach Emmas Impuls, die Zukunft zu verändern. Tatsächlich tat mir Emma sehr leid, ich konnte ihre Beweggründe gut nachvollziehen. Natürlich ist es immer gefährlich, mit seiner eigenen Zukunft zu spielen. Dementsprechend fand ich die Entwicklung der Geschichte ziemlich spannend. Auch die Entwicklung der Protagonisten fand ich recht glaubwürdig – auch, wenn ich mich als Emma wohl noch weniger hätte zurückhalten können.

Die beiden Protagonisten wechseln sich mit dem Erzählen ab – das ist auch relativ gut gelungen. Beide Personen sind sympathisch und ich konnte mit ihnen mitfiebern. Die Nebencharaktere verblassten meiner Meinung nach ein wenig – außerdem blieben am Ende noch einige Fragen übrig, die ich gerne beantwortet gehabt hätte.

Abgesehen davon ist das Buch kurzweilig, unterhaltsam und eine angenehme Lektüre für zwischendurch. Auch Personen, die älter sind als die Zielgruppe, können mit diesem Buch noch ihren Spaß haben.

Fazit: Kurzweiliger Jugendroman mit einer interessanten Grundidee. Liest sich schnell weg und bietet gute Unterhaltung für zwischendurch.

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