Udo Brill: Das Skelett am Straßenrand

  • Kirchschlager (2019)
  • 180 Seiten

Klappentext: „Kriminalhauptkommissar i. R. Udo Brill konfrontiert seine Leserschaft mit grauenvollen Straftaten wie Kindsmord, Mord, Totschlag oder Vergewaltigung. Aber auch Suizide, Unfälle und Brandfälle gehörten während seiner Dienstzeit zum Alltag der Eisenacher Kripo. Spannend, kurzweilig und detailliert beschreibt er Tatorte und deren minutiöse Dokumentation durch die Kriminaltechnik.“

„Das Skelett am Straßenrand“ erzählt von vielen Kriminalfällen, die sich in Eisenach und Umgebung zugetragen haben. Udo Brill berichtet von seiner Arbeit, von Unfällen, Mord und Einbruch, von Brandstiftung und Kindesmissbrauch, also all jenen verschiedenen Themen, mit denen man als Kriminalhauptkommisar im Laufe einer Karriere konfrontiert wird. Die größte Stärke des Buches ist meiner Meinung nach die menschliche Komponente. Brill beschreibt die Fälle aus menschlicher Sicht und spart auch die eigenen Empfindungen nicht aus. Allerdings hat das Buch auch einige Schwächen: jeder Fall wird sehr kurz abgehandelt und man erfährt, bis auf 2-3 Ausnahmen, kaum Details dazu, da pro Fall nur circa 2-4 Seiten eingenommen werden. Zwar ist es nicht so, dass es langweilig wäre, aber das Buch bleibt leider sehr oberflächlich und bietet kaum Gelegenheit für den Leser, die Fälle in ihrer Gänze nachzuvollziehen. Ich hätte mir da deutlich tiefere Einblicke gewünscht. Die wenigen Fälle, die deutlich mehr Seiten einnahmen waren auch die Fälle, die am markantesten in Erinnerung blieben und bei denen ich die Beschreibung am besten fand. So hätte ich mir das gesamte Buch gewünscht.

Der Schreibstil war auch nicht so meins. Häufig wirkte der Stil recht holprig und der Lesefluss wollte sich nicht so richtig einstellen. Dazu sollte auch gesagt sein, dass wirklich jeder Begriff, den man auch nur ansatzweise als Fremdwort identifizieren könnte, erklärt wurde, Verständnisschwierigkeiten sollten also keine aufkommen. Für Personen, die sich das erste Mal mit Kriminalfällen beschäftigen, ist das Buch also in jedem Fall geeignet.

Fazit: Ich möchte an dieser Stelle das Wort „unterhaltsam“ vermeiden, da auch einige wirklich schlimme Fälle dabei waren, aber interessant war diese Lektüre trotz seiner Schwächen. Ich hätte mir allerdings ein paar Details mehr gewünscht.

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