Sophie Benning: Was, wenn Mr. Right links abbiegt? (Teil 2)

  • Verlag: script5 (2010)
  • 184 Seiten
Klappentext: „Emma hat es voll erwischt. Aber leider stehen dem Liebesglück ein paar Probleme im Weg – und zwar in Form von zwei Beinen, die endlos scheinen und irgendwo dort aufhören, wo bei anderen die Speckröllchen anfangen.

Warum nur gibt es keinen Ratgeber, der einen vor den Risiken und Nebenwirkungen von Beziehungen warnt? Und warum können nicht alle Exfreundinnen der neuen Liebe einfach spurlos von diesem Planeten verschwinden, vor allem, wenn sie Supermodel sind und Yolly heißen?“
Was, wenn man sich einbildet, dass Mr. Right links abbiegt?

Die Geschichte um Emma Schubert und ihre Freundinnen geht in die zweite Runde. Diesmal wird ihr Mr. Right von einem Topmodel umgarnt und Emma setzt alles daran, ihren Fabian zu behalten.

Wie schon in „Kann man Hormone dressieren?“ ist der Schreibstil sehr einfach gehalten, die Kapitel sind immer noch kurz. Die Sprache hat von ihrer Lockerheit nichts eingebüßt und passt gut zum Geschehen und zu den Charakteren.

Wie schon im letzten Band hatte ich das ein oder andere Problem mit Protagonistin Emma. Gerade in diesem Band zeigt sich wieder ihre Unreife. Yolanda, ihrerseits Model und Nebenbuhlerin, versucht, sich den süßen Bankierssohn zu angeln. Daraufhin schiebt Emma Panik und wird tierisch eifersüchtig, verzichtet aber auch darauf, mit Mr. Fabian Right selbst über die Sache zu reden. Ihr eifersuchtsbedingtes Handeln fand ich dementsprechend an einigen Stellen übertrieben und weit entfernt von dem, was ich mir unter einer gesunden Beziehung vorstelle. Überhaupt finde ich, dass die Personen im Buch bedenklich viele Probleme mit der Kommunikation haben und dadurch viele Probleme entstehen, die eigentlich nicht notwendig wären. Das gilt vor allem für Emma, aber auch für die anderen Personen im Roman. Dafür, dass die Altersgruppe der Personen zwischen 20 und 25 liegt, fand ich das doch ein wenig störend.

Gelungen finde ich, dass die Erzählstränge auch auf ihre Freundinnen ausgeweitet wurden und nicht nur Emmas Liebesleben weitererzählt wird, sondern auch das von Kathy und Anso. Das hat die Sache ein wenig interessanter gemacht. Dieser Band ist auch verständlich für Personen, die Teil eins nicht gelesen haben (es gibt genügend Erklärungen), aber es werden auch Fäden aus dem Vorgänger aufgenommen und weitergesponnen. Es gibt auch wieder einige skurrile Momente, bei denen man sich amüsieren kann, aber insgesamt bleibt dieser Roman eher im Mittelfeld. Den Kauf bereue ich nicht, aber es ist auch kein Buch, das man gelesen haben muss. Auch hier haben mich die Kritikpunkte beim ersten Lesen (mit 13 Jahren) viel weniger gestört. Ich würde das Buch eher jüngeren Leserinnen empfehlen.

Auch hier ist wieder ein Lesezeichen dabei.

Fazit: Ganz unterhaltsam, wenig Anspruch und einige Schwächen. Für einen entspannten Leseabend dennoch geeignet.

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