Rainer Wekwerth: Das Labyrinth erwacht

  • Verlag: Arena (2015)
  • 408 Seiten

Klappentext: „Es sind sieben Jugendliche, aber nur sechs Tore führen in die Freiheit. Und das Labyrinth, das sie gefangen hält, denkt. Es ist bösartig. Sie wissen nicht, wer sie einmal waren. Aber das Labyrinth kennt sie. Jagt sie. Es gibt nur eine einzige Botschaft: Sie haben zweiundsiebzig Stunden Zeit, das nächste Tor zu erreichen, oder sie sterben. Ein tödlicher Kampf um die Tore entbrennt – aber sie sind dort nicht allein. Ein Mystery-Thriller der Extraklasse: wekwerth-labyrinth.de Ausgezeichnet mit den Leserpreisen „Segeberger Feder“ und „Ulmer Unke“. Nominiert für die Leserpreise „Buxtehuder Bulle“ und „Goldene Leslie“. „Aus dem Labyrinth gibt es kein Entkommen, es hat mir den Schlaf geraubt. Spannender gehts nicht.“ Ursula Poznanski“

Dieses Buch zähle ich zu den schlimmsten Büchern, die ich bisher gelesen habe.

Zum einen ist da der Schreibstil. Nach den ersten Seiten hatte ich eigentlich schon keine Lust mehr zu lesen, aber weil ich die Idee spannend fand, habe ich mich auch durch den Rest gequält, in der Hoffnung, dass das Buch besser wird.

Die Personen sind allesamt wandelnde Klischees. Keiner ist auch nur ansatzweise interessant oder authentisch. Ich kann nicht einmal sagen, wen ich am schlimmsten fand. Jeb ging mir jedenfalls schon ganz am Anfang auf die Nerven, als er auf Jenna traf, sie herumkommandierte und sich weigerte, ihr zu sagen, was los ist. Zum einen wusste er es selber auch nicht so genau (obgleich er so getan hat), zum anderen sollte dadurch wohl Spannung erzeugt werden. Das Ganze wirkt aufgesetzt und das Buch begann mit gleich zwei unsympathischen Protagonisten. Die anderen waren leider nicht besser. Keiner der Personen nehme ich die Hintergrundgeschichten ab, keine Person war sympathisch. Die Personen wandern also durch das „Labyrinth“ – wenn man es denn als solches bezeichnen möchte. Dabei entstehen absolut unglaubwürdige Beziehungen zueinander. Eine der wenigen nachvollziehbaren Handlungen stammt von der Klischee-Zicke, die sich völlig zurecht nicht mit der vom Autor konstruierten Gruppenhierarchie zurechtfinden möchte. Alle Charaktere bleiben blass, es fällt schwer, eine Bindung zu ihnen aufzubauen. Charakterentwicklungen gibt es kaum, und wenn doch, dann wirken sie völlig an den Haaren herbeigezogen. Die Story gewinnt nur selten an Spannung, es gibt viele langweilige Dialoge und dann kommt ein plötzliches Ende, das von der Handlung her leider nicht überrascht.

Fazit: So spannend ich die Idee auch finde, nichts könnte mich dazu bewegen, mir auch den nächsten Teil zu kaufen.

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