Janina Huber: Abgründe

  • Verlag: Books on Demand (2017)
  • 324 Seiten

Klappentext: „20 abgrundtiefe Kurzgeschichten

Ein Junge, der eine Leiche findet und feststellen muss, dass ihm seine Reaktion auf den Fund mehr Angst einjagt als der tote Körper selbst. Ein Mann, der sich im Schutz der Nacht auf die Lauer legt und dabei nur ein Ziel vor Augen hat: zu töten. Eine Familie, die sich einem unsichtbaren Feind gegenüber sieht, der ihr Leben für immer verändert und alles zu zerstören droht. Eine junge Frau, die Geister beschwört und plötzlich selbst zum Werkzeug dunkler Mächte wird. Eine Ehe, die stets glücklich war und von einem Moment auf den anderen auf eine Katastrophe zuschlittert …

In jedem von uns verbirgt sich auch ein Abgrund.
Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise zu uns selbst. Zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele. Zu unausgesprochenen Ängsten. Aber auch zu dem Ort in uns, wo Hoffnung keimt.“

In dem Buch „Abgründe“ finden sich zwanzig sehr unterschiedliche Kurzgeschichten. Diese sind nicht alle gruselig oder aus dem Horrorbereich, sondern vielmehr wird der Mensch an sich thematisiert und die Abgründe, die in jedem Menschen lauern. Das schöne an Kurzgeschichten ist für mich, dass man innerhalb eines Buches so viel Unterschiedliches zu verschiedenen Themen zu lesen bekommen kann. Dies ist der Autorin gut gelungen. So, wie es einige Geschichten mit übernatürlichen Phänomenen gibt, gibt es auch viele Geschichten, die erschreckend nah an der Realität sind. Es wurden auch immer wieder aktuelle Themen aufgegriffen und bearbeitet. Einige Geschichten waren eher gruselig, andere haben mich berührt, wieder andere haben zum Nachdenken angeregt. Keine Geschichte hat mich gelangweilt.

Wie immer bei Kurzgeschichtensammlungen gab es einige, die mir mehr gefallen haben als andere, aber es gab keine Geschichte, die ich wirklich schlecht fand. Die Geschichten variieren in der Länge, sind aber meist eher kurz, eignen sich also super für zwischendurch. Bei einigen Geschichten hätte ich mir tatsächlich ein wenig mehr Ausführlichkeit gewünscht, aber häufig wurde die Wirkung auch gerade durch die Kürze der Geschichte erzielt. Insgesamt ist „Abgründe“ eine vielfältige Sammlung, die gut unterhält und die ich auf jeden Fall weiterempfehle.

Fazit: Abwechslungsreich, spannend und unterhaltsam.

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