Maria Regina Kaiser: Xanthippe

  • Verlag: Fischer (2016)
  • 192 Seiten

Klappentext: „Was, wenn die sprichwörtlich gewordene Xanthippe, die Frau des Sokrates, gar kein zänkisches altes Weib war? Was, wenn sie, wie einige fragmentarische Überlieferungen andeuten, vielmehr eine junge und intelligente Frau war? Dieser historische Roman mit aktuellen Bezügen erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe und Emanzipation im Athen der klassischen Antike – auch so könnte es gewesen sein.“

Xanthippe kennt man vor allem als Inbegriff einer zänkischen Frau. Wer aber war die Frau von Sokrates wirklich? Maria Regina Kaiser zeigt Xanthippe von einer ganz anderen Seite: keine streitlustige Zicke, sondern eine intelligente und auch selbstbestimmte junge Frau. Im Laufe des Buches lernt man sie und ihre Zeit kennen. Gestützt auf antike Quellen kommt vor allem auch der Krieg zur Sprache, den Athen im Begriff zu führen ist. Auch der Philosoph Sokrates hat seinen Platz in diesem Buch und leistet seinen Beitrag in Form von hochinteressanten Dialogen und einem beinahe schon mysteriösem Auftreten.

Positiv fällt auf, dass der Fokus während des gesamten Buches wirklich auf Xanthippe liegt, nicht etwa auf Sokrates. Über die Ehe mit Sokrates erfährt man tatsächlich kaum etwas, dafür wird das Leben einer Frau im antiken Griechenland sehr anschaulich beschrieben. Der Schreibstil tut sein Übriges, um den Leser in die Antike zu entführen und bis zum Ende zu unterhalten. Die Autorin füllt die Lücken der antiken Quellen und zeigt uns eine Xanthippe, wie sie wirklich gewesen sein könnte.

In einem Nachwort sagt die Autorin auch einiges zu den von ihr benutzten Quellen und zu ihrer Recherche – so, wie es bei einem historischen Roman sein sollte.

Fazit: Sehr gelungener Roman, der eine interessante historische Person in den Mittelpunkt stellt. Klare Empfehlung!

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