Ella Yunis: Wir in den schönsten Farben

  • 2019
  • 394 Seiten

Klappentext: „Vielleicht müssen wir uns manchmal verirren, um den richtigen Weg zu finden.

Kunststudentin Ivy steckt in einer Schaffenskrise. Für Ablenkung soll eine Assistenzstelle am Theater sorgen, doch nicht nur der cholerische Boss stellt eine Herausforderung dar. Bald schon spielt Ivy die Hauptrolle in ihrem eigenen Liebesdrama – inszeniert von einem englischen Austauschstudenten, der ihr Leben komplett auf den Kopf stellt.

Eine Geschichte über die Kunst, sich zu trauen.“

Die Geschichte um die Kunststudentin Ivy, die sich in einen Austauschstudenten verliebt, ist nicht nur eine schöne Liebesgeschichte, sondern glänzt vor allem durch den Schreibstil der Autorin. Immer wieder fließen Kunst, Literatur und Kultur mühelos in den Roman ein, sodass jeder, der Interesse an diesen Themen hegt, beim Lesen gleich nochmal so viel Spaß hat.

Was auch eine große Stärke des Buches ist, ist die Charakterzeichnung. Beim Lesen fällt auf, wie viel Herzblut in die Personen geflossen ist – nicht nur in die Hauptpersonen. Ivy ist als Protagonistin gut gewählt, ich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren. Manchmal machte sie mich wahnsinnig – wohl gerade weil ich mich selbst in ihr erkannte. Als eher zurückhaltende Person war sie sympathisch und ich habe ihre Entwicklung sehr gerne begleitet. Der männliche Protagonist war für mich sehr schwer zu knacken – er war recht undurchsichtig, mysteriös, aber gerade deswegen interessant. Auch die anderen Personen waren detailreich ausgearbeitet. Jeder von ihnen konnte durch die Beschreibungen der Autorin Farbe und Gestalt annehmen, die Welt, die kreiert wurde, wirkte überaus lebendig. Die Charakterzeichnungen sind für mich die größte Stärke des Buches, da hier sehr viel Wert darauf gelegt wurde, dass niemand zu blass blieb.

Die Entwicklungen waren oft rasant, aufregend und schwer vorauszusehen. Am Ende war es mir fast ein wenig zu viel des Guten – das Ende konnte mich aber dennoch überzeugen, sodass am Ende der Eindruck einer schönen, lohnenswerten Liebesgeschichte blieb. Gerade die Entwicklung der Hauptperson möchte ich hervorheben – wirklich gut gelungen!

Fazit: Gerade Literatur- und Kunstbegeisterte sollten diesem Buch eine Chance geben. Der Schreibstil und die Personenzeichnung verschmelzen in der Kombination zu einer schönen, kunstreichen Welt, in die man als Leser gerne eintaucht.

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